Jugendwerk Aufbau Ost JAO gGmbH
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Kolibri-Grundschule

Die Kolibri-Grundschule ist die größte Grundschule im Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Rund 700 Schüler*innen lernen hier in 28 Regelklassen und mehreren Kleinklassen.

Die Schule hat ein ein sport- und sprachbetonten Profil und beteiligte sich bis vor kurzem am Schulversuch „INKA“, einem regionalen Entwicklungsprojekt, das darauf abzielte Schulen zu Lernorten für alle zu machen und tatsächlich integrativ zu arbeiten. Die daraus entstandenen TLGs (temporäre Lerngruppen) für Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen sind weiterhin Bestandteil der täglichen Arbeit.

Die Kolibri-Schule befindet sich in einem sozialen Brennpunktgebiet. Viele Familien sind von Transferleistungen abhängig und leben in schwierigen sozialen Verhältnissen. Genau hier setzen die drei Projekte der JAO gGmbH (Schulsozialarbeit, Projekt Übergang und SGA) an und unterstützen auf vielfältige Art und Weise die Kinder und ihre Familien.
Es werden Angebote im Einzel-, Gruppenkontext sowie unterrichtsbezogene und außerschulische Projekte durchgeführt.

Projekt

Die Arbeit der Schulsozialarbeiter*innen richtet sich an Schüler*innen, Eltern und pädagogischen Fachkräfte der Kolibri-Grundschule.

Durch den immer größer werdenden Erziehungsauftrag, dem sich die Lehrkräfte stellen müssen, erhöht sich auch der formulierte Hilfebedarf gegenüber der Schulsozialarbeit – Unser Anspruch ist es, unterstützend und selbstinitiierend, präventiv und interventiv, beratend und begleitend ein gutes Arbeiten für alle Beteiligten zu ermöglichen. Wir vermitteln Soziales Lernen und begleiten die Implementierung des Klassenrates, wir bieten AG’s wie Schulband und Schulgarten an, wir fördern die Kinder im Einzelkontext während und nach Konflikt- und Krisensituationen, wir beraten und begleiten Erziehungs- und Sorgeberechtigte.

Dabei arbeiten wir in multiprofessionellen Fallteams der Schule und kooperieren sehr eng mit externen Partnern, wie etwa der Polizei, der Schulpsychologie und dem Jugendamt. Großen Wert legen wir darüber hinaus auf schulische Gremienarbeit: So beteiligen wir uns beispielsweise regelmäßig an Klassenkonferenzen, Dienstberatungen und Elternabenden.

Mit öffentlich wirksamen Projekte möchten wir die Schüler*innen für ein gemeinschaftliches Bewusstsein sensibilisieren und eine Identifikation mit der Schule erreichen. Beispielsweise waren wir 2017 mit unserem Schulgarten „IGA-Botschafter“. Aktuell beteiligen wir uns an der Aktion „Deckel gegen Polio“.

Die Schulsozialarbeit wird über das Landesprogramm Schulsozialarbeit an Berliner Schulen durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von Berlin gefördert und durch die Programmagentur Stiftung SPI umgesetzt.

Projekt

In dem Projekt begleiten wir die Integration von Schüler*innen mit sozial-emotionalen Störungen und damit einhergehenden Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen. Wir fördern die Kinder beim Bewältigen altersbezogener Entwicklungsaufgaben, so dass es ihnen leichter gelingt, ein angemessenes Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten zu entwickeln. Ebenso stärken wir die Eltern und Sorgeberechtigten in ihrer Erziehungskompetenz und befähigen und unterstützen sie, die im Hilfeplan des Jugendamtes gemeinsam vereinbarten Ziele umzusetzen. Für einen erfolgreichen Hilfeverlauf braucht es unbedingt die aktive Mitarbeit der relevanten Bezugspersonen.

Für eine ganzheitliche Förderung arbeiten wir im Projekt in einem multiprofessionellen Teams, bestehend aus Sozialpädagog*in, Sonderpädagog*in und Integrationserzieher*in. Die Kinder bleiben in ihrem Klassenverband und erhalten zusätzliche Förderung im Einzelkontakt, in der Unterrichtsbegleitung, am Nachmittag und in einer temporären Lerngruppe (nach dem Konzept von Ulrike Becker)

Die integrative Schuleingangsphase in der Kolibri-Grundschule ist ein Kooperationsprojekt von Jugendhilfe in Schule. Es stellt eine Hilfeleistung im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach §27 SGB VIII dar, die durch das Jugendamt gewährt wird.

Projekt

Unsere Soziale Gruppenarbeit an Schule verfolgt das Ziel, Kindern im Rahmen der Institution Schule und in Gemeinschaft zu ermöglichen, soziale Prozesse erfolgreicher als bisher bewältigen zu lernen. Das soll auf dem Hintergrund gemeinsamer Ziele und individueller Aufgabenstellungen, einer damit verbundenen Kommunikation und Kooperation und gemeinsam entwickelter Gruppenregeln umgesetzt werden.

In der SGA „Phönix“ begleiten wir die Kinder in der 3. bis 4. Stunde in Sozialer Gruppenarbeit. In der SGA geht es vor allem um Soziales Lernen. Wir fördern die sozialen Kompetenzen der Schüler*innen spielerisch und mithilfe unterschiedlicher Methoden und Themenbereiche. Darüber hinaus gibt einen 45minütigen Unterrichtsteil, in dem die Kinder gemeinsam mit einer/m Lehrer*in den Unterrichtsstoff erarbeiten.

Die SGA ist eine Hilfe zur Erziehung nach SGB VIII § 27 (2) und wird vom Jugendamt gewährt. Als grundlegend für den Erfolg des Angebotes sehen wir eine enge Zusammenarbeit mit Eltern bzw. Sorgeberechtigten, Lehrkräften der Schule, Schulsozialarbeiter*innen, Sonderpädagog*innen und relevanten Institutionen.